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Tag des offenen Denkmals 2025

Willkommen im Schloss Schönefeld – Ein Ort voller Geschichte und Erbe

Dr. Eschenbrücher, zuständig innerhalb der Abteilung Denkmalpflege der Stadt Leipzig, führte am „Tag des offenen Denkmals 2025“ zahlreiche Gäste über das Schlossgelände und erklärte die spannende Geschichte der Restaurierungen.

 

Baronesse Clara H. v. Eberstein erzählt

Ich heiße Clara Hedwig von Eberstein, und ich freue mich, Ihnen heute mein Lebenswerk zu präsentieren: Schloss Schönefeld, das ich zwischen 1871 und 1876 im Barockstil erbauen ließ. Dieses Schloss sollte nicht nur den Verlust unseres alten Ritterguts nach dem Brand während der Völkerschlacht von 1813 ersetzen, sondern vor allem das Erbe meiner Familie für die kommenden Generationen bewahren

©  Stadtgeschichtliches Museum, Fotothek, Sammlung Wehnert-Beckmann

Das Schloss – Mein Traum aus Stein

Ich hatte den Traum, ein Gebäude zu errichten, das die Geschichte und den Stolz unserer Familie widerspiegelt. Heute, 150 Jahre nach seiner Fertigstellung, erstrahlt das Schloss in seinem ursprünglichen Glanz. Dank der sorgfältigen Restaurierungen, die in den letzten Jahren vorgenommen wurden, bleibt das Schloss ein Beispiel für die Kunstfertigkeit und Vision meiner Zeit.

Die Orangerie – Mein grünes Erbe

Die Orangerie, die ich als Gewächshaus für exotische Pflanzen errichten ließ, wurde 2012 mit großer Sorgfalt restauriert. Ich wollte, dass der Duft von Zitrusfrüchten und Palmen durch das Gebäude zieht, und die Säulen, die während der Renovierung entdeckt wurden, fügen sich heute harmonisch in das ursprüngliche Konzept ein. Heute wird in diesem Gebäudeteil die eine oder andere Zitrusfrucht in der Lehrküche der Förderschule zubereitet, die einst dort gezüchtet wurden.

Das Torhaus und die Alte Schmiede

Das Torhaus war einst der imposante Eingang zu unserem Anwesen. Besonders stolz bin ich auf die Alte Schmiede, in der wir toskanische Säulen aus dem ursprünglichen Bau integriert haben. Diese Details erinnern uns an die Kunstfertigkeit der Baumeister jener Zeit.

Der Schlosspark und die Pyramide – Ein Ort der Erinnerung

Der Mariannenpark – benannt nach meiner Mutter –  und die Schönefelder Allee sind nach wie vor ein ruhiger Rückzugsort – so, wie ich es mir immer gewünscht habe. Neben der Gedächtniskirche, in der Robert Schumann und Clara Wieck sich das „Ja-Wort“ gaben, befindet sich die Pyramide, die als letzte Ruhestätte unserer Familie dient. Hier fanden meine Vorfahren ihre letzte Ruhe. Heute ahmten zwei Kinder die Bronzetiere nach, die dort bis in die 1970er Jahre lagen.

Danke für Ihren Besuch!

Es ist mir eine Freude, Ihnen die Geschichte und Schönheit von Schloss Schönfeld zu zeigen. Möge es weiterhin als Symbol für Tradition und Erbe erhalten bleiben.

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